* Capuciner/ ur
ftk/ mit welchem er wider die Sündzudonneren / und die Sünder gefangenzu nehmen sich äusserisi an den Ladengelegt / ohnerachtet der abgesagtesteHaupr-Feind solcher Apostolischen Ver-richtungen t der von dcmselbigen Glau-bens r Irrthum einer wäre, etliche derverwegnesten Gesellen aufgestrssret/ihrme vermittels mörderischen Anschlags/und beybringender tödtlicher Verwun-dung das Handwerck niderzulegen /und das Predigen einzustellen.
Da er einstens an einem sehr an-sehnlichen Ortb bestellter Prediger wä-re/ und gewissen Bericht eingenomen/daß allda zimlrch ärgerliche Mrßbrüuchm offenen / und von daher fteyenSchwung giengen/ weil die Vornehmedes Orts selbsten darmit verwicklet/hat er all seinen Geist / Kräfften / undStimm angewendet / dis nachtrucklrchzu anden/ und mit unangebundenerFreyheit des Wort GOttes wlder sol-che auszufahren. Allein m währen-den diftm hat ihne einer seiner gutenFreunden gewahrnet/ eine geschweiffi-gere/ und gelindere Predig-Anh an-zunehmen / widrigen Falls er sich nichtsGutens zu versehen haoen dörffte z daster könnte ihm nicht verhalten/ daßall-bereu in dcm Hertzen eines gewissendurch seine Predigen beleydigten gros-sen Herreno ein sehr scharpffe Laugenvor sein Haupt gekochet / und ein g:rfänrilch's Straff Werrer vor se,nePeriohn gemüntzet werde. Deme a-ber der unerschrockene Apostolische Mastnebst höflicher Bedanckung vor dieWohlmeynung geantworrer : Es istmrr an allein deine wenig gelegen /ich habe schon alle Freundlich-undLieblichkerc gegen sie gebrauchr/ aberohne den mindesten Frucht/ nun fin-de ,ch mich einmahl in de,n Gewissenverbunden/ asso / wie ichangefange/fortzufahren / und bm bereit ehendermein Blut/ und Leben/als meinpredig * Ernst zu lassen. Man hataugenscheinlich wahr genommen/ daßder Heil. Geist ihne auf solche Arrhzu Predigen angetriben/ umalfvden?lasterhaffren Gewohnheiten abzuhelf-fen / wie an dem Ende jeder seinerPredigen dessen einige Proben gesehenworden. Feldkirch hat er sich wi-der den allda gangbahren/ überstand-mäßigen / leichtfertigen Kleider-Prachtsonderheitlich bewaffnet. Weil aberdie erwartete Besserung / und Abschaff-ung solchen Land / -und Leuch verderb-lichen Lasters nicht erfolgte / hat er esMit einem eyferigen Gottsteligen Prie-ster ausgetragen) was etwann zur Sachthunlich seyn möchte. Ja er hat sich
P. F. Murer , Die H. Schwer«.
>d Märtyrer.
selbsten vor den gesessenen Stadt Rathgestellet/ und disem so nachtrucklich ge-sprochen/ daß er hievon bewegt/ sicherbotten/ das Laster abzuthun / undzu dessen Abhülffeine rechteK leider/ undPolicey - Ordnung einzuführen / wieauch geschehen.
Anfänglich zwar wollte dises Pre-dig-Verfahren nicht jedermann belie-ben ; dahero einige ihn als einen un-bescheidenen/ und der nicht zu lebenwüste / gedadlet / und darauf getrunrgen / daß ihm seine allzufreyeZungumetwas müßt hinter sich gebunden wer-den/ ja ihme wohl gar wegen seinerFreyheit/ weis nicht was alles angestrohet. Wie sie aber den Mann rechtangesehen/ und an ihme einen gewal-tigen Prediger gefunden / haben sie ei-ne solche Hochschätzung auf ihne gc fas-set/ daß sie in dlsc geschworne Zcugnußausgebrochen: Daß ihre Cantzel bißanhero niemablen von einem solchenGeist-und Eyfervollen Prediger be-treuen worden. Wie er m eben di-jer Stadt / und in einer seiner Predi-gen/ dre in dem schmertzlichen Fegfcurangehaltene arme Seelen in das Ge-berr deren Zuhöreren anbefoylen / istihme zu Ohren kommen/ daß ein ge-wisses mit dem Falschen Glffr Calviniangestecktes Weib hierübcr den Kopffgeschüttlet/ und die Predig/ dasFrg-ftur betreffend / nicht nur ausgespot-tet / sondern auch vor anderen mit Ver-kehrungs - Gefahr / und Aergernuß derguten Eatholiichen als Nichtig/undFabel-Werck durchgezogen. Dises hatihne in emen hitzigen Eyfer/ und ver-anlasset/ solche vermessene Frau zubesuchen ; dero er dann nach erwrsenerHöflichkeit teutsch genug zu verstehengegeben/ daß er gantzwohl wisse/ wasda aus Gelegenheit seiner mulichcnPredig vorbey gegangen / setzte daraufmit so krafftigcm Zu pruch an sie / ihreIrrgläubige Meynung zu verlassen /welcher sonst gcnuglanr hätte seyn kön-nen sie zu überzeugen/ und zu überwin-den / allein vergebens. Weil er datlgesehen/ daß alle seine Zusätz an ihrerligeren/ und sich ihre Verstockungnur noch mehrete / hat er aus gerech-ter Forcht / sie möchte anderen mehr /sonderlich den sie angehenden solchesGisst beybringen/ von demMaaistrateinen Ausbott/ krasst welchen sie dieStadt/ und Beywohnung der Carho-lischen räumen müßte / ausgewürckt.Bey allen deme hat er doch vor sie ge-sorget/ und durch sein inybrünstigesGebest ihre Erleuchtung vom Himmelausgewürcker: Massen sie dann nacherkennten ihrem Irrthum/ dem sie auchabgeschworen/ der Catholischen Mey-N u n 2 nun-