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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Capuciner/ und Märtyrer. 48 r

trge/ weil unpattheyische Augen-Zeu-gen erschien : Nehmlichen daß er diegantze Zerr seiner währenden grausam?men Marter die Fröhlichkeit deß Ange-sichts nicht im geringsten veränderet ha-be ; und in disem fröhlichen Aussehenseye er verhüben biß an sein Ende mitallzeit freundlich lachendem Mund / undin Himmel gerichteten Augen : Gleich-sam als ob er die Engel sihete ihm brßan die Gräntzen der Wollen entgegenkommen / die seinen unüberwindlichenVerdiensten gehörige Crvn von demHimmel herab zu bringen. Dise mehrdann natürliche in mrrten so strengerMarter unveränderte Fröhlichkeit hat inder Persohn Johannis Iodoci/ der zu-vor in dem Lager deß gottlosen Calvinider hartnäckigste Präbicant wäre 1 einsehr seltzame Würckung gethan: Indemeer hernach ein eben so frommer Cacholi-scher worden / als unfromer Calvinist ervorheroware. Der Verlaufist diser: Dadisö ein Todtschläger selbsts die unersätt-liche an dem Diener Christi verübteGrausamkeit umständlich erzehlet/ist erhierdurch innerlich / und so mehr bewegtworden/ als er den ftomen Diener Got-tes in zerschidenen Begebenheiten / alseinen sehr heiligen/ folgsam unschuldigenMann erfahren. Auf ferneres genauesAusfragen verfolgte diser Mit-Mörderseine Erz hlung alles bey solcher Actionverloffenen: Daß er die in disem Mannerscheinende/ alle Tortur/ und Peyn-besigende Beharrlichkeit nicht begreistenkönne: Seithemahlen wie härterer ge-schlagen / wie Besser zerstochen / wiemehr er verwundet worden / je freund-lich-fröhlich- und holdseeliger habe/ ersein Angesicht gebärdet. Aus welchemallem Zodocus die begründete Muth-massung/ und endliche Schluß-Red ge-zogen / daß dises einmahl durch sonder-liche Beystand Gottes geschehen habemüssen; folgsam änderst nicht seyn kön-ne / als daß jener Glaub der alleinwahrhaffre,seye / welchen seinen Verfech-ters solche Starckmüthigkeit in der auchäussersten Peynigung beybringe. Sol-cher Gestalten besinnet hat er sich ohn-gesaumt zu dem P. Jgnatio von Ber-gamo begeben / in dessen Händ seine biß-herige Irrthum verschworen / und zugröstem Frohlocken / und nicht wenige-ren Aufnahm der Catholischen Kirchensich Catholisch erkläret. Es hat diserNew bekehrte nach der Hand den vordie falsche Kirchen wider rechtlichen Ey-fcr mit einem rechteren vor die wahreauszuwetzen ohnermanglet: llnd wanner vorhero wider da- Interesse Christiein verfolgender Saulus wäre / ist eruachgehens dessen ein Beförderer / undein Paulus geworden. Alle Dvrffer

ist er durchloffen / welche er durch seineverkehrte Lehren in dem Irrthum ge-steifter / mit Heller Stimm schreyende:Er habe biß anhero nicht anders / alslauter Falschheiten geprediger: P. Fi-delis aber/ und die Capuciner seyendie rechte Prediger der EvangelischenWahrheit: Und der Römische Carho-lische Glauben seye allein der wahrhaff-te / und nehmliche Glauben/ der seineAnhänger deß Himmels versicherte.Damit er sich aber als ein wahrer Castholischer aufrecht erhaltere/ hat er al-ler Gefahren wider umzusattlen sich ent-äusserer / sein Zeitliches Vermögen /und alle in Pündten habende Besitzun-gen im Stich gelassen/ und sich nacherMayland geflüchtet / alldorten auf dieUnkosten der H. Cpngregation de propagaoda fide in dem berühmten Colle*gio de Brera deren PP. Jesuiteren dieTheologiam gestudlret / so ihme gemeldster P. Ignatius ausgcwürckt. Seinegeschöpffte hohe Erfahrenheit der Theo-giae, und nachmahlig-gezeigte Christ-liche Vollkommenheit waren die Früch-ten seines emsigen Fleiß-anwendens invorgenommenen Studio. So hat erauch in dem gerichtlichen Proceß seinosbige Meynung bekrasstiger / daß er derverwunderlichen Hertzhafftig und Fröh-lichkeit im Leyden unsers seeligen Mär-tyrers / als stärksten Beweg-Ucsachenseine Glaubens-Aenderung/ und Bes-serung zuschreibe. Welches man kaumjemahlen / von einigen Ungläubigenwird gehört haben: Wohl aber hat sichergeben / daß ein gewisser Prädicantmit Nahmen Bvnaventura Zauzins tda er wegen einer grossen der Römi-schen Kirchen angethanen Unfug vondenen Catholischen gesanglich angehal-ten wäre / verzweifflecer Weiß ihm sech-sten die Hölle vor der Zeit zubereithet;indem er sich von einem sehr hochenFenster hinunter gestürtzer/ und denHalß gebrochen hat.

Die Marter des grossen Heldensder Catholischen Kirchen des HeiligenFidelis ist darauf erfolget den 24 tenAprill in dem Jahr 1622. an ememSonntag um die zehende Vvrmittag-Stund/ seines Alters in dem 45. Jahr/im roten der Religion.

Eben in derfelbigen Stund/ undAugenblichi da diser Blut-Zeug Chri-sti gemarteret worden/ stunde auf derCantzel P. Apollinaris Capuciner seinleiblicher Bruder in der Kirchen derenP. P. Jesuiteren zu Costantz in einerEhren - Predig vor die zwey kurtz zu-vor in die Zahl der Heiligen aufge-schribener Ignatij Loyolä/ und Frau-

-eiset

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