IV
%lü f eines soll die nach Schönheitsich sehnende Jugend nicht verges-ftn, nämlich; daß sie eben so keuschsey , als schön zu seyn sie verlanget.Dieß sollen sich junge Leute nach-drücklichst merken; daß sie vor allemandern der Keuschheit beflissen seynmüssen, wenn sie doch, so wie siees heimlich wünschen, schön, wennsie sauber, und angesehen seyn wol-len. Zu diesem Ende soll die Ju-gend die folgenden zwo Wahrhei-ten wohl und öfters bedenken.
1. wenn junge Leute keuschsind, so zieret sie diese Tugend al-lein mehr, als alles übrige.
2. wenn junge Leute nichtkeusch sind, so verderbet an ihnenauch dieß Untugend allein schonalles übrige»