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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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das wilde Wollustsfeuer schon vor derZeit verzehret werden : so erstarket derKeuschheitlicbende durch eine gemäßigteLebensart bis zu dem anhaltensten Flei-ße in allen seinen Arbeiten.

Ein so reines Herz» welches der ty-rannischen Liebsneigung Meister zu wer-den gelernet hat» genießt hievon stätseine süßeste Ruhe; und diese Ruhe istes, die den Verstand sowohl, als denWillen zu allen schönen Uebungen desjungen Alters nur desto aufgeklärter,geneigter und düchtiger machet.

So viel Gutes enthält auch nur dieeinzige Tugend der Keuschheit, wennman solche schon in seinen ersten Jahrenliebet» und zum Grunde leget. Wievieles muß nicht den Aeltern und denLehrmeistern daran gelegen seyn» daßsie hiezu ihre Jugend mit möglichsterSorge anleiten, und aufmuntern?Denn es ist unstreitig gewiß : damitjunge Leute tugendhaft sind, dürfen sienur keusch seyn.

§- V.