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haft lieben will. Demnach, wer keuschzu seyn verlanget, der muß vorderft tidahin bedacht seyn» daß sein Verstandvon der Vortreflichkeit und Nutzbar-keit dieser Tugend, so viel es möglich, , jjund allezeit mehrer überzeuget sey ; ' awozu vonnöthen ist:
Daß man öfters dasjenige lese - und »bedenke, wodurch die Liebe und Hoch- £fchätzung gegen die Keuschheitstugend *befördert wird. Doch, welches wohl zumerken: Dieses Lesen, oder Betrachtenmuß auf solche Weise geschehen, das nman praktische Schlüße daraus zieht; > 2das ist, das man aus dem Gelesnen ''eine und die andere Wahrheit, die unsbesonders eingeleuchtet, oder gerühret hzu haben scheint, auswähle, um sichderer, als eines kurzen Denkspruchesnachmals öfters zu erinneren: benannt-lich in gewißen, gefährlichen Gelegen-heiten , wo eine böse Neigung verspü-ret wird, und wo der Verstand durchdie Vorurrheile des Wollustes pflegt .geblendet zu werden. Von dergleichen 'praktischen Wahrheiten könnten die fol-genden seyn.
i. Der