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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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IV
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noch vier von den Nebenbehausungen in Zeit anderhalbStunden mit Schutt und Asche bedecket. MüttM derZweyte f dieser preiswürdigste Fürst und Abt des hiesigenGotteshauses ließ bey diesem ausgebreiteten Unheil Seinenebenso christlichen als fürstlichen Heldenmuth keineswegs sin-ken. Je größer das Unglück/ das vor seinen Augen her-schwebte / um so lebhafter und fester war auch Sein Ver-trauen auf Gott. Seine ungeheuchelte Gottesfurcht/ dieSein Fürstenherz sonst immer beseelte/ erwarb ihm auch da-zumal eine ganz augenscheinliche Starke von dem gütigenHimmel. Sie legte Ihm den so erbauenden Denkspruchauf die Zunge/ womit sich der äußerst bedrängte HusitenfürstHiob in Mitte seiner Trübsalen ermunterte: Der Herr,sprachen sie beyde, der Herr hat es gegeben: der Herr hat eswieder genommen. Der Name des Herrn sey gepriesen, u)Noch höher schien dieses bittere Schicksalen steigen / indemes die Heerde von ihrem besten Hirten , die Söhne von ih-rem so zärtlich geliebten Vater grossentheils trennte. Meh-reren von unsern Mitbrüdern wurden ihre Stellen an den ei-genen Orten / in Prioraten/ Probsteyen und Pfarren desdiesigen Stiftes bestimmet. Selbst die auswärtigen fürst-lichen Stifter/ und Abteyen von einem ganz christlichen Mit-leiden gerühret/ bestrebetensich/ sozusagen/ in die Wette/dem betrangten St. Blaflen unter die Arme zu greifen. Die-se nahmen mehrere der unserigen gütigst in ihren Schooß auf.Sie ließen sie bereits alle die Vortheile ihrer eigenen Söhneetwelche Jahre über genießen.

Ei-

(a) Job. I. 22.