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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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mit das erste Gebäude dem großen Gott her. In diesem ließEr den Lhor, und alle die übrigen Gottesdienste zur allge-meinen Erbauung des hiesigen Pfarrvolkes bis auf St. Mar-tinstag des i/8iken Jahres mit allmöglicher Feyerlich-keit abhalten. Die übrigm Priester ließen indessen nichts er-mangeln , ihre besondern Heerden in den vier nachstgelege-neu Filialkirchen mit dem thätigsten Seeleneifer zu weiden.

Müttill mit dem Geist eines Esdras beseelet bothall feinem Vermögen auf um sein zerfallenes Zion wieder/so bald möglich, herzustellen. Man legre mit allem ErnstHände an die zerfallenen Mauern, und sieh l in Zeit drey-er Jahre war der ganze Bau wieder so hergestellet, daß diezerstreuten Blasianer am Ende des Herbstmonats im 1771*Jahre sich in dem Schooße ihrer wieder auflebenden Mutterkonnten verfammeln. Sie laßt sich eher empfinden, alsmit Worten erklären die entzückendste Wonne, welche da-mals die Herzen der bis itzt zerstreuten, nun aber wiederversammelten Söhne durchströmte. Ein wärmster Dank-eifer belebte sie alle von Neuem, um dem Herrn die seyerlich-sten Loblieder bey Tage, und bey Nacht in seinem Hausezu weihen.

Zu eben der Zeit stiegen schon auch die Mauern desneuen Tempels aus ihren Grundlagen nach eben dem Mu-ster empor, das M. Dixnar ein geschickter Baumeister ausFrankreich entwarf. Jedes Jahr gab diesem kostbaren Baueein merkliches Wachsthum. Schon raget eine prächtige

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