XXVIII
noch unter der Asche begraben lagen? Doch tröstete mich ebenjenes, was diesem heiligen Patriarche in dem Schlafe begegnete.Er sah nämlich die Engel Gottes, wie sie an einer geheimnißvol-len Leiter gen Himmel auf, und abstiegen. Gott selbst erschienihm an der Spitze derselben, und versprach ihm die Erde als einEigenthum, auf der er izt als ein Wanderer schlief. Von sotröstlichen Verheißungen gestärket, und von seinem Schlummererhoben, richtete Jakob, den Stein, den er seinem Haupte unter-legt hatte, zu einem Denkmaal auf, und nannte den Ört, Be-thel, das Haus Gottes.
Eben dieß thaten wir auch dazumal, als wir von demSchrecken, und der Verwirrung, mit der uns Gott heimgesuchthatte, wieder zu uns selbst gekommen. Wir legten dort, vollder Zuversicht auf die Hut Gottes, und auf den Schutz der unszugegebenen Engel, den ersten Stein zu einem Tempel, den nun-mehr dem höchsten Gott feyerlich einzuweihen der hohe Priesterwirklich auf dem Wege ist. Bald, liebe Brüder! bald wer-den wir mit Jakob weiter auszurufen Ursache haben: Hier istnichts anders, als das Haus Gottes, und die Pforte desHimmels.
Hüten wir uns vor der Entheiligung des Hauses Gottes;da wir wissen, wie sehr dieselbe unser Heiland an dem jerosolymi-tanischen Tempel, der doch seiner Zerstöhrung, und dem endlichenUntergänge ganz nahe war; gestrafet hat. Da wir wissen,daß schon vor dem ersten Umstürze des salomonischen Tempels derProphet Jeremias den gemessenen Auftrag von Gott empfangen,unter die Thore des Hauses des Herrn zu stehen, und dort dieseWorte zu verkünden : Höret das Wort des Herrn ihr alle vonJuda, die ihr durch diese Thore hineingehet, den Herrn anzn-bethen : dieß spricht der Herr der Heerschaaren, der Gott Istraels: besseret euere Wege, und euere Werke; so will ich andiesem Orte bey euch wohnen, jerem. 7. Dieß liessen sich un-sere Vorführer, die in dieser Wüste gewöhnet, immer gesagt seyn,