64 msz&tai
geheiliget, und sich zu einer ewigen Wohnung erwählet hat, die-ses machet das kostbare Denkmaal des ewigen Bundes aus, denGott mit St. Blasien geschlossen hat. Und zwar, merken siewohl, ein zweyfaches Denkmaal.
Erstens ein Denkmaal von Seite Gottes; indem er durchdie Heiligung dieses Tempels seine ewige Treue gegen St, Blasi-en bezeuget: und zweytens ein Denkmaal von Seite St. Blast-ens; indem es durch Erbauung dieses Tempels seine ewige Treuegegen Gott an den Tag leget.
Für das erste müssen wir Gott Danksagen; für das zwey-te müssen wir St. Blasien Glück wünschen. Dieses ist die Ab-sicht, und der ganze Entwurf meiner vorhabender Ehrenrede.
Möchte es mir doch gelingen AA. eines, wie das andere ih-nen nach Würde vorzutragen! jedoch wer bin ich, daß ich mirmit einer so glänzenden Hoffnung schmeicheln sollte?
Nur du, o Gott! zu dessen Ehre dieser Tempel eingewei- jhet worden, und der du die Urquelle aller Gnaden bist, du alleinkannst meine Zunge leiten, und mich von den Ausschweifungen ei-ner falschen Beredsamkeit bewahren! du allein kannst meine Schwä-che unterstützen, daß ich die Erwartung meiner hochansehnlichettZuhörer nicht vereitle. Um diese Gnade bitte ich dich, und schrei-te zum Beweis.
Erster Theil.
Offnen« ein Denkmaal sich auf vorhergehende Thaten gründet,wie glänzend, wie auffallend muß der gegenwärtige Auftrittseyn, welcher sich auf so herrliche, und unzählige Proben der Treuebezicht, die Gott dem hochfürstlichen Neichestifte St. Blasien bisauf den heutigen Tag erwiesen hat! wir dörfen nur dessen Ur-sprung, Wachsthum, und den Stand seiner gegenwärtigen Voll-
kom-