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<0 geliebtestes St. Blasien! zärtlichst, und heiligst lieben-de Mutter! wie wird es dir Ochsenhausen, deine Tochter, diedu so lang in deinem Schoofie getragen, genugsam verdanken kön-nen? — Nimm das dankbare Herz, welches wir dir ganz fürdeine mütterliche Liebe, und Sorgfalt kindlich anerbiethen, nimmdie treue Wünsche, die wir für dein Wohl zu unserm Vater schi-cken, als ein Geschenk an! — Er, der deine Sorgen, deine Ar-beiten gezählt, und unsere Herzenstriebe kennt, wird unsre Bit-te erhören, und deine Liebe dir tausendfach durch seine Güte erse-tzen. Nein ! kein Schicksal, keine Abänderung der Zeiten, garnichts wird den süßen Namen unsrer Mutter aus unsern Herzenverdrängen können ! — So lang es athmet, das Herz deinerTochter, so lang wird es auch die heißesten Triebe der Dankbar-keit , und Liebe nähren, und ewig nicht abnehmen lassen.-
Und so werden noch acht andere berühmteste Abteyen mit unsbekennen müssen, daß sie von diesem fürstlichen Reichsstifte, alsihrer Mutter erzogen, und beschützet worden.
So wurde der große Geist St. Blasiens offenbar, derGlanz dieses vom Himmel verherrlichten Wunderlichtes ergoß sichüber Berge, und Thäler, viele wurden heftig angereitzet, diesemneuen Sterne nachzuforschen; Mehrere Abteyen suchten sich nach,und nach Vorsteher aus St. Blasien aus, um wie ihre Töchter,in der Heiligkeit zu zunehmen, und Gott gefällig dienen zu lernen.Die Zahl der anverlangten, und zur Abteswürde erhobenen Män-ner belauft sich gegen 50, dadurch Gott gleichsam ihren Geist,wie die Nachkommenschaft des Abrahams vermehrte. Die be-nediktinische Schweitz, Schwaben, Allgäu, Tyrol, Kärnthen,Bayern, Steuermark, Unterösterreich, Würtemberg, und mehrandere entlegene Landschaften müssen diesem fürstlichen Stifte dank-bar seyn , daher sie Geist, und Wissenschaft erlernet. — Ja sogar in die bischöfliche Sitze Basel, und Konstanz, setzte der in sei-nen Werken so wunderliche Gott Religiösen aus diesem Stifte ein.
Aber damit Niemand mehr, auch aus den Klügsten dieser
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