Mit den Glückesgütern wuchs auch Ehre, und Ansehenauf. Selbst die großmächtigste Kaiser verherrlichten des Stif-tes Ansehen, mit besondern Ehrentiteln, und hohen Aemtern:Solche erhielt AbtAugustin im Jahre 170z. von Kaiser Leopold,Abt Franz der zweyte im Jahre 1734. von Karl dem sechsten, wel-cher zuvor im Jahre 1725. den Abt Blast mit der Würde eines kai-serlichen bevollmächtigte Ministers begnadiget. Noch heut zu Tagekann man die kostbarsten Geschenke sehen, mit welchen St. Blafienvon dem Hofe beehret worden. Und damit die Herrlichkeit St.Blasiens jenen Gipfel erreichte, der den Verdiensten ihrer Väter,und dem Geiste, mit welchem sie Gott, wie den König David ge-startet, angemessen ist, so wurde Abt Franz der zweyte, und alle seineNachfolger im Jahre 1747. in die Reichsfürsten-Würde erhoben.
Allmächtiger, gütiger GOtt! laß doch diese wunderlicheHerrlichkeit, mit welcher deine treue Gerechtigkeit St. Blasienvor dem Auge der ganzen Welt so ansehnlich gemacht, diesen lie-ben Vätern ein sicheres Unterpfand seyn jener Herrlichkeit, die duin deinem Reiche denen zubereitet hast, die dich lieben!-
Hochansehnliche! wem muß die ganze Verherrlichung nichtwunderlich seyn, da sie so wunderlich auf dem verborgenen Wegeder Vorsehung St. Blasten zugekommen ? ja sie ist ein Denkmaaldeiner Wunder, o HErr! Nur du änderst Zeiten, und Alter! nurdu giebst den Weisen ihre Weisheit, und denen, die Verstand ha-ben, ihre Wissenschaft! — deine hohe Hand hat ihre Kraft aus-geübet! —
£>! erkennen wir itzt die weise Vaterliebe, mit welcher derEwige jeden Augenblick für uns sorget, alles zu unserm Bestenanordnet, und unser Glück, ohne daß wir es bemerken, befördert!Erkennen wir feine gerechte Liebe, daß er auch sogar noch in diesemLeben seiner Kinder Treue väterlich belohnet, sie beschützt, undnicht mehr von sich läßt! bedenken wir, daß er, unser Vater,wircklich tausend Wohlthaten uns zubereite, ungesehen aber den-noch