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wozu ein so prächtiges Kirchen - Gebäu ? hätte nicht eine Crspah-rung dieses unnützen Aufwandes die häufige Nahrung der schmach-tenden Dürftigkeit seyn können ? Was nutzen diese Verschwender ?find sie nicht den Fliegen Egyptens ähnlich, die nur dahin ge-bohren zu seyn scheinen, die Fette des Landes aufzufressen? Aufdiese Art sprechen diese Goliathe dem ganzen Israel Hohn; so wirddas reitzende Bild dieses Thanaans durch die Bosheit dieser treu-losen Ausspäher verkleistert. Erlauben sie mir dann, daß ichwie Iosue und Laleb die angefochtene Wahrheit rette. Die Ein-theilung meiner Rede, wird die Widerlegung ihrer Lästerungen seyn.
1 Die gesunde Vernunft hat weder an Lhanaan, nochan seinen Einwohnern etwas auszusetzen.
Die gesunde Vernunft hat nichts wider das Kirchen-Be-bau einzuwellden ; wird seyn der erste Theil:
Die gesunde Vernunft , hat nichts an den Einwohnerndieses hochsürstlichen Stiftes auszusetzen ; wird seyn
der zweyte Theil.
Hier liegt die Zergliederung meiner Rede, und der Vorwurf ih-rer Aufmerksamkeit. Vernehmen sie mich rc.
Erster Theil.
Die gesunde Vernunft hat gegen das herrliche Rirchen-Gebaude nichts einzuwenden, weil dadurch
i. Die Absichten Gottes erfüllet; z. Die Absichten der Stif-ter geherliget ; z. Die Absichten des durchlauchtigstenHauses Oesterreich befriediget werden.
i. ^vie Absiebten Gottes werden erfüllet. Bey Gott kannnur die Verherrlichung feines Namens das Ziel und En-de seiner äußerlichen Werke seyn: Die Wege, die er mit denMenschen geht, sind Mittel, derer er sich bedienet, um seine gött-
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