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Feyerlichkeit des in dem fürstlichen Stift St.Blasien auf dem Schwarzwald eingeweihten neuen Tempels
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Ja Hochansehnliche! Gott allein, dem unsichtbaren, un-sterblichen ( c } Röntge aller Zeiten sey Ehre, Ruhm, und Dank-sagung, durch dessen unendliche Güte wir dasjenige nunmehr anGt. Blasien erfüllet sehen, was er ehemals durch den Mund sei-nes Propheten einem beträngten Sion versprochen, und auchtreulich gehalten hat.

Sion ward nach der Weißagung der Propheten zur Wü-ste gemacht: allein der Herr kehrte in seiner Barmherzigkeit wie-der zu ihm, er bevölkerte selbes nicht nur mit Menschen, sondernmit gottesfürchtigen, und seinen Gesetzen, und der wahren Reli-gion ergebenen Menschen. Denn wie das zweyte Buch Esdrasmeldet, kam der damals wahre Gottesdienst wieder zu Stande.Der Herr wird dessen wüste zu einem Paradies, und dessenEinöde zu einem Garten des Herrn machen. Sion wardin Brand gestecket: ein entsetzliches Feuer gieng vom Herrn aus,und es wüthete bis auf die Grundfeste aller seiner herrlichen Ge-bäude , und des prächtigen Tempels, der darin» stund. Al-lein der Herr hat Sion dadurch getröstet, daß er es aus seinemSchütte erhob, und wieder aufbauete: Der Herr wird Siontrösten, und alles aufrichten, was verfallen ist. Endlich inden Tagen des Nehemias, als der Tempel wieder eingeweihtwurde, welch ein Vergnügen hat nicht Gott in das Herz, wel-che Danklieder in den Mund seines Volkes gelegt ? wie gerührtwar es nicht über die Wohlthaten, und Erbarmnisse des Herrn?

-Freude und Fröhlichkeit, Danksagung, und Loblieder

wird man darin» finden. Kurz! habe ich denn Sinn des Pro-pheten erreichet, und halte ich die Geschichte des göttlichen Vol-kes dagegen, so sehe ich drey Hauptwohlthaten, die der Herr sei-nem Sion erwiesen : nämlich, er hat es gesegnet, getröstet,gerühret.

Sehe ich aber nickt auch zu gleicher Zeit, diese herrlicheWohlthaten an St. Blasien erfüllet ? hat nicht Gott St. Blasi-en gesegnet, indem er aus dieser Wildniß , wo zuvor nur Thiere,

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(c) /. Tim. c. /. v. 7.