i6 In der H. Weihnacht * Zeit.
denland so ferre: Groß Wunder-Dingich euch hie sing / hört zu ein neue Mähre.
Zu einen Stall gieng ich hinein / da-rin ein -Ochs / und Eselein / ihr Heubeym Kripplein aßen: Von edler Arth /ein Jungfrau zart / kläglich bey ihnenfasse.
Ein Kindelein nackend / und bloß /lag in der edlen Jungfrau Schooß / esleuchtet als die Sonnen: Sein Aeugleinflössen immerzu / wie lebendige Bronnen.
Dis Kindlein war der g'waltig GOtt/der Himmel / und Erd erschaffen hat /der alle Thier bekleydet: der all's er-hält / was in der Welt / kein Hülffward ihm erzeiget.
Sein zarte Händ / und Fässelein / er-zitteren vor grosser Peyn/ dieftharpffeÄält ihn brennet: Sein Ang'sicht wandter hin / und her/ ob ihn Die Welt erken-net.
In arme schlechte Windelein / wandtdie Jungfrau das Ktndlein ein / thatihn ins Kripplein neigen: Dis war derTbron / da Salomon / fein Weisheitwo?t erzeigen.
Das Oechslein / und das Eselein / er-kannten GOtt den HErren fern / ihr
Knyr