18 In der Weihnacht* Zeit.
Mann / der batt das schöne Kindlein an /und küßt ihm feine Füßlein: -0! Sün-der mein / komm auch herein/ und thuedein Sünd abbüßen.
Drum laufst ihr Sünder all zumahl/kommt eylends her in disen Stall / hie *könt ihr Gnad erlangen-Der euch sonststrafft/ist hie verhafft / ihr könt in sel-ber fangen.
Scham dich du böse schnöde Welt / diedu dein Hoffart hast im Gelt / in Sam-met / und in Seiden: Dein Hertz istblind / sich an das Kind/ was es fürdich thut leyden.
Hört weiter an / was ich euch sag / die ',Nacht ward hell / als wär es Tag/ vil ;Engel hört man singen : Die Hirten jbald/ ftölicher G'stalt/ ein neue Bolt- ;schafft bringen. .
Drey arme Hirten in der Nacht/ bey Iihren Schäfflein hielten Wacht / vonBethlehem nickt ftrre: Ein Engel ihn/ •von GOtt erschin/ darab erschrackenssehre.
Der Engelsprach ihr Hirten gut/ ent- :setzt euch nicht/ send woh!a?mmh/ großFreud ich euch verkünde: Die seyn wirdin der gantzen Welt/ bey allen MenschenKindern. Zu