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4. ) Man muß keine verwirrte, trau-rige, finstere uud melancholische Ge-müthsverfassung zum Gebethe mitbrin-gen , etwas dergleichen muß man nie»als Eingebung von Gott, oder alsWohlgefallen Gottes ansehen. Gottliebt ein heiteres Gemüth *); Trau-rigkeit und Melancholey schickt sich nichtfür Kinder Gottes, wenn sie mit ih-rem lieben Vater reden. ** Jedes Ge-beth ist ein Gespräch mit Gott, dessenwesentlicher Inhalt jedesmal Maub,Hoffnung/ und Liebe ist; mit diesemmuß jedes gute Gebeth anfangen, mitdiesem fortgesetzt, mit diesem vollendetwerden: wo aber Glaub, Hoffnungund Liebe ist, dort kann keine finstereTraurigkeit Platz haben. —
5. ) Wenn man bey dem Morgensund Abendgebethe nicht an etwas <öe»
wiss
*) Hilarem datorem diligit Deus.
2. Cor. 9. 7.
**) Non enim accepißisfpiritumsey-vitutis iterum in timore, Jed acce-pifiis Jpiritum adoptio?iis filiorum %in qüo clamamus Abba ! (Pater !)Rom. 8. 15.