sto mehr angelegen seyn lasten/ ei-nen guten / und Gottsteligen Todzu erwerben / weilen du nur einmahlsterben wirst; und auch nicht weist/wo/ wie/ wann/ oder in was für ei-nem Stand du sterben wirst/ oderwohin endlich der Tode dich führenwird/ eintweders in den Himmel/oder in die Höll. Dahero uns Chri-stus unser Heyland ernstlich ermäh-net bey Mathäo am 25. Lap. daßwir allezeit zu distm hohen Geschafftuns fertig halten sollen: Wachet/dann ihr wisset weder den Tag/ noch dieStund. Allein/ was zu bcdauren!nach so klarer Wahrheit/ nach einemfo aussgerustenen Glaubens-Articulwollen wir uns doch nie darzu bere-den lasten; wir thuen nicht derglei-chen/ als wann wir solches glaubten:ja! wiewolen wir solches täglich er-fahren/ sehen/ und greisten/ indembald diser/ bald jener dahin fahrt/lalstn wir uns doch nichts minder«angelegen seyn/ als dises Geschäffeder imerwährenden glüchseelig- oder
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Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
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