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Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
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schen Paradeyß/ in das Himmlischeübersetzt worden.

Nachdem aber Adam rebellischerWeiß das Gebott GOttcs übertrettcn/ist der Todt sein wolverdienter Lohnworden / und hat der so hochbeleydigteGOTT ein Allgemeines Gesatz allenMenschen aufferlegt/ daß sie deß Todtssterben sollen.

Bey disem dann hat es sein verblei-ben/ und ist unmöglich / disem allgemei-nen Gcsatz zu entrinnen / wie der H.Apostel sagt: Es ist den Men-

schen gesetzt/einmal zu sterben.

Weilen dann der Todt unvermei-dcnlich/ und allen Menschen gemein ist/auch keiner demselben entweichen kan/Kayser/ und König so wol/ als derBettler sterben müssen; darum solldi-ses Gesatz niemand schwär fallen; dannab dem / was allen gemein ist/ soll sichniemand klagen. Diß lehren uns auchso gar die Ungläubige Heyden.

Seneca redet also: Es möchte mireiner sagen: du muft sterben: also er-forderet es die Natur. Du must ster-ben: