«»§ 6 so»
desselbigen angewendt/ und mißbrauchthast; erforderet es alle Billichkeit/daßHer Todt dir das Lehen aufkünde/ undhinwegnemme.
Gehe ein wenig in dich selbsten/durchsehe deinen bisherigen Wandel / sowirst wol erkennen/ wie du so übel ge-hauset/ und deinen HErm so offt/undschwarlich beleydiget/ und erzürnet ha-best: Betrachte das Zihl/ und End/warum du erschaffen; die grosse Gut-thaten/ mit welchen du überhäusset; dieköstliche Zeit/ und beste Gelegenheit/GOtt/ nach deinem Stand / und Be-russzu dienen; so vil Gaabcn/und Gna-den/ mit welchen er dich vor anderenerfüllet; so vil Vätterlichc Hulden/ in-deme er dir so offt deine schwäre Fahler/und Sünden übersehen / und durch dieHH. Sacramenten widerum zu Gna-den auf- und angenommen hat.
Erinnere dich/wie du allbcreik so vilJahr lang deinem HErm lau/schlecht/und hinlaßig gedienet/ in allweg aufshöchste undanckbar dich erzeiget/ undDa du von Tag zu Tag im Guten hast
sollen