Buch 
Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
Seite
10
JPEG-Download
 

«»k 10 Lv»

Verlange hab ich verlanget dise Öfte-ren mit eüch zu esiett. Und als seine Iün- j

ger wegen seinem Abschid betrübt wur- !oen/ sprach er: Wann ihr mich liebten/ ,

so wurdet ihr eüch erfreuen / daß ich l

zum Vaccer gehe. Mit dism l

Worten zeigte er an/ man müsse sich er- rftcüen/ wann die Zeit deß Toots herzu jkommt/durch welchen man zum Vatter r

kommen kan. Darnach als er im Gar- ,ten dieTodts - Angst außgestanden/ wie j

starckmüthig hat er sich darein ergeben! j

wie heroisch hat er den Kelch deß Ley- j

dens angenommen! wie tapffer ist er ?den Feinden entgegen gangen! wie so swunder - gedultig hat er den Todt auß- rgestanden! <

Zu Betrachtung deß Lodts Christi/ s

mahnet uns der Heil. Paulus s

Laßt uuö lauften durch die gedulk zu rdem dampft/ der uns fürgelege ift rund aufsehen auf den Urhäber / und (

Vollender deß Glaubens JESUM / !

welcher / als ihme die Freud vorgelegtwar/ das Lreütz erlitten hat/ Mit Vers ä

achcung der Schand. r

Spri-