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Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
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*»§ 64. L«»

der Lästeren /und ein Auferweckung derLugenden?

Weilen dann du allhie ohne vilfälti-ge tägliche läßliche Sünden nicht lebenkaust/ sondern alle Tag mit dcnselbigenGOtt beleydigcst/ auch jeder Zeit in grö-ster Gefahr derTodt-Sünd stehest; derTodt aber dich von allen denen erledi-get und befreyct/ so sollest billich den-selbigen lieben / wünschen / und nur gros-ser Begird erwarten / und mit dem H.Paulo //. hertzlich ftüfftzen: wiebin ich ein armseliger Mensch! werwird mich erledigen von dem Leiddeß Todes?

Fünffter Absatz.

Der Todt ist die beste Bneß.

Mvorhast gehört Christliche Seel!^ wie vilenAnfechtungen/und Ge-fahren der Sünden der Menschunterworffen seye/ und wie offt wmi-gist mit läßlichen Sünden er sich belade.

Nun