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Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
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«»§ 162 So»

so zur Sterb-Kunst vonnöthen/ auchder dritte nemlich: daß ein ChristlicheSeel die schnöde / üppige und betriegli-che Welt verachte / sambt allen ihren Ei-telkeiten/ Ehren/ Reichthumen/ undWollüste/ welche den Menschen schänd-lich verführen / in kurtzem verlassen/ jagar in die ewige Verachtung/ Armuth/Pein und Marter hinab ftürtzen.

Welcher allhier in Reichthum/ Eh-ren und Wolleben sitzet/ der stirbt garungern/und thut Scheiden sehr wehe/wie der weise Mann sagt / H

Todt! wie bitter ist dein Gedächt-nus / dem der Frid bar in stinen-reren. Ein solcher lebt mit dem reichenMann/ stirbt mit Kummer/ und Angst/und fahrt mit ihme der Hollen zu.

Hingegen sagt eben diser weise ManO Lodc l wie angenehm undgut ist dein Urtheil Dursttigen rc.Welche allhier in Armuth/ Mangel/Verachtung / Traurigkeit/ und grosserStrenge leben/ auch kein anderenTrost/als die Hoffnung zu der ewigen Selig-keit haben/ solchen verleidet das Leben

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