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Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
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8. Sollen dem Krancken andächtigeSeüfftzer/ und Schutz-Gebettlem zuGOTT vorgehalten / auch schöne Gc-hetter vorgelesen werden.

9. Wann aber die Kranckheit sehrgrossen Schmertzen verursachet/ so mußmanihme mit obgedachtcn Übungen nitübcrläftig seyn/ sondern es ist genug/wann er die Schmertzen gedultig auf-«immet / GOtt darum lobt/- und sichindem Willen GOttes ergibt; zu wel-cher er dann mit Vorhaltung deß Exem-pels Christi/ und Erinnerung seinerSünden / und wohlverdienter Straff/wie auch der ewigen Belohnung / solleaufgemunteret werden: andere Tugen-den sollen dem Krancken mit kurtzenWorten vorgehalten werden/ als zumExempel:

O GOtt! ich glaube in dich; ichhoffe auf dich; ich liebe dich; alle Sün-den reüen mich; es geschicht mir recht/ich Habdises/und vilmehr verdienet. Ge-recht bist du OHErr.' und dein Gerichtist gerecht: ich ergibt mich in deinenWillen ; ich bitte du wollest mich nicht

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