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Lust, und Liebe zum Todt, sambt der grossen Kunst Gottseelig zu sterben : dass ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Todt nit förchten, sondern mit Begird standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle sambt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Todt bereiten, wohl, und glückseelig Sterben könne / beschriben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss St. Gallen
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gern / oder ungern; dises allein wird derUnterschid seyn / wann ihr eüch ungernund unwillig darein ergebet / so habet ihrkein Verdienst / sterben wie die Hayden/ohne allen Trost/ und versündiget eüchwider GOtt: wann ihr aber eüch Christ-wüthig dem Willen/ und OrdnungGOttes ergeben/ und freywillig dieKranckheit und den Todt anncmmct/somachet ihr auß der Noth ein Lugend/gefallet.GOtt absonderlich / und verdie-net mehr mit einem so HcldenmüthigenSterben/ als ihr sonsten in zwantzig/oder dreißig Jahren mit vilm gutenWercken verdienet hatten; ja wann ihrnur dise letste Stund in dem Weingar-ten deß HErm tapffer arbeitet / so seyndihr deß ewigen Lohns versicheret. Sodemüthiget eüch dann unter der gewal-tigen Hand GOttes/ und huldiget gantzunterthanig seinem allerheiligisten Wil-len : opfferet eüer Leben / und alles wasihr haben/ GOtt auf zu einem Ovfferder Liebe / wie Abraham seinen IsaacrNemmet willig den Todt an/ als einwolverdimte Straff eücrer Sünden/

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