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Die Lehre der katholischen Religion : oder der erklärte Katechismus
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unsern Schuldigem nicht, so verglekt uns auchGott nicht, k)

Die sechste Bitte lautet also:

Und führe uns nicht in Versuchung.

Wir begehren durch diese Bitte, daß unsGott zur Zeit der Versuchung seine Hülfe nichtentziehe, noch gestatte, daß wir der Versuchungunterliege».

Wir werden äußerlich und innerlich zurSünde versuchet.

Aeusserlich versuchet uns der Teufel durcharge Eingebung, §) die bösen Menschen durchärgerliche Reden und verführerische Beyspiele.

Innerlich versuchet uns unser eigen Fletsch,oder unsere bösen Gelüsten und Begierden, diesich immerdar wider den Geist empören. K)

Bey jeder Versuchung gehen dreyerley vor:die Eingebung, die Belustigung und dieEinwilligung.

Die Eingebung, wenn wir dazu keine»Anlaß geben, ist keine Sünde, weil es nicht i»unsrer Gewalt ist, sie zu verhindern.

Dir Belustigung, die auf die böse Ein-gebung folget, wenn wir derselben mit der

Gnade

k) Wenn ibr aber den Menschen nicht vergebet, so wir-klich euer Vater euere Sünden auch nicht vergeben.Matth. Xl.

L) Der Teufel acht wie «in brüllender ?Lwe,und suchet,wen er verschlinge, r. Pelr. X 8-

Ein jcalicher wird versuchet, von seiner Begierkchteithingerissen und angereihet. Jak. i. ,4.