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Die Lehre der katholischen Religion : oder der erklärte Katechismus
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^ Unter dem Nächstem werden alle Menschen,Freunde und Feinde verstanden.

Wir müssen den Nächsten lieben wie unsselbst, das ist: wir müssen ihm nichts wünschenund nichts thun, was wir uns selbst nichtwünschten, oder ungern hätten; wir müssenihm alles erweisen, was wir selbst mit Rechtefür uns von ihm verlangen könnten. K)

Wir müssen ihn lieben wegen Gott, weilder Nächste ein Ebenbild Gottes ist, und weilGott selbst es befohlen hat, ihn zu lieben.

Wir beweisen unsre Liebe gegen Gott undden Nächsten, wenn wir die Gebothe Gor.res halten, c)

Gott gab diese Gebothe dem Moyses aufdem Berge Sinai für das israelitische Volk, alses nach dem Auszuge aus Aegypten in der Wüstewar. 6)

Jesus Christus bestättigte sie in dem heili-gen Evangelio, und empfahl ße den Christen,dieselbe zu halten schuldig sind, als ein natürlichesGesetz, das in aller Herzen geschrieben ist. e)

Wir können die Geböthe halten, weilGott einem jeden hiezu die Gnade giebt,

welche

d) Alles, was ihr immer wollet, daß euch die Menschentbun sollen, Las thut auch ihr denselben. Matlh.Vll. ,r.

«) Wer meine Gebothe hat, und sie hält, der ist§, dermich liebet. Hohan. XVl.

ä) Sieh dir biblische» Geschichte», Seite 14.

*) Ihr sollt nicht meinen , daß ich ackommen bin dasGesetz, oder die Propheten aufzuheben. Nein ich binwcht gekommen sie aufzubeben, sonder« zu rrfüüm»Matth. V. 17.