82
unsichtbaren Gnad«, von Gott selbst eingesetzet,dadurch wir innerlich qebeiliget werden.
Ein sichtbares Zeichen hrißt ein Zeichen,das wir durch unsre Sinne wahrnehmen kön"ncn, wie zum Beyspiel das Wasser in der hei-ligen Taufe rc.
Die heiligen Sakramente heiligen uns, in-dem sie in unsrer Seele die heiligmachende Gna.de, oder doch die Vermehrung derselben her-vorbringen.
Die heiligmachende Gnade bringen ordent-licher Weise hervor die Taufe und die Busse;und darum heißen sie die Sakramente derTodren.
Die Vermehrung der herligmachenden Gna-de wirken die übriaen, und heißen daher dieSakramente der Lebendigen.
Jesus Christus, der Urheber der Gnadeund aller Gerechtigkeit, hat die heiligen Sakra,mente eingesetzet; sie haben also die Kraft unszu heilen nicht von dem, der sie ausivendet,sondern von Jesu Christo, ihrem Urheber selbst.
Es find sieben Sakramente r>); sie heißen
also:
l. Die Taufe 2. Die Firmung, z . Der Fron-leichnam Jesu Christi. 4. Die Busse. 5. Die letzteOelung. 6. Die Priesterweihe. 7. Die Ehe.
Von
») Wenn jemand saaet: die Sakramente des neuen Bun-de« sey» nicht alle von Jesu Christo eingesetzet; odereS seyen mehr oder weniger als sieben; nämlich: »ieLaus? rc. oder auch eines von diesen sieben sey nicktwirklich und eigentlich ein Sakrament, der sey vonunsrer Gemeindsckast ausgeschlossen, Trick. Lew. VU.,«ui, I. äe Lsrrameutis.