fleischlichen Wollust in Gedanken, Worten undWerkeu ausübet.
Der lTleid ist eine Betrübniß wegen desGuten des Nächsten, als wenn es dem eigenenGuten schädlich wäre.
Aus dem Neide entstehen Verleumdung,Ehrabschneidung, falsche Urtheile, Haß gegendem Nächsten, Freude, wenn es ihm Uebel, Be-trübniß, wenn es ihm wohl geht.
Die Liebe ist dem Neide entgegen gesetzet;sie ist eine Tugend, dadurch man an dem Wohl«gefallen des Nächsten Theil nimmt, sich erfreuet,und es beföderek.
Fraß und Lüllerey ist eine unordentlicheBegierde nach Essen und Trinken, und ein un-mäffigcr Gebrauch -er Speise und des Trankes.
Aus Fraß und Füllerey entsteht Ausgelas-senheit der Sitten, Zank, Frechheit, Unzucht,Verschwendung der Zerr und des Vermögens,Derderbntß der Gesundheit, Schwäche der See«lenkräfte.
Diesem Laster ist die Massigkeit entge-gen, eine Tugend, dadurch man -er unordent-lichen Begierde nach Ess n und Trinken wider-sieht, unWeydes nur massig gebrauchet.
DeEorn ist eine unordentliche Verbitte-rung HE Gemüthes, und eine Begierde sich zurächGM
Dom Zorne entsteht Haß, Verwirrung,Unwillen Händel, Schimpfen und Lästern, Mordund Todschlag.
Die Geduld steht wider den Zorn; sieist eine Tugend, durch welche man die Wieder«
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