Zf 8 Das fünfte HauprstücV.
che GQkt geschieht, zu rächen, das ist,wann er über die Sünd zörnet. Alsoerzürnen sich die Aeltern, und Ober-teilen über die Kinder, und Untertha-nen welche sündigen; jedoch soll mansehen, daß man die rechte Manier tref-fe , und das Strafen nicht zu strenggeschehe. Also bat Christus auch geszörnet über die Käufer, und Verkäu-fer im Tempel. Makth. 21. v. 12.Darf sich niemand selbsten rächen ?Aus eigener Gewalt nicht; denn dieRäch gehört GOtt, und der Ober-keit zu.
Wann ist der Fsrn eine Todsünd?i. Manns eine freywillige Begierdist, dem Nächsten großen Schaden zuthun. 2. Wann man ihm großes Ue-bel wünschet, z. Wann einer vorsch-lich, und freywillig den Zorn so weitkommen läßt, daß er den Verstandverliert.
Wann ist der Zorn «ine läßlicheSünd?
r. Wann einer kein große Nach be-gehrt. 2. Wann er ohne sein Vermer-ken zornig wird; ob man schon in sol-chem gähey Zorn große Räch wünscht,
so