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Gebeth
Vor der Betrachtung.
8 ^ein GOtt und HErr! vor dessenAngesichte ich stehe, und dem dasinnerste meiner Seele bekannt ist, ichglaube ftstiglich, daß du wahrhaftigallhier zugegen seyst, um zu sehen, wieich mich jetzt diese Stunde verhalte; ichbethe deine allda verborgene göttlicheGegenwart allerdemükhigst an, undwerfe mich in den Abgrund meinesNichts vor dem Angesichte deiner gött-lichen Majestät: Ich bitte dich meinen al-lerliebsten GOtt! der du diese Stundemit dir zu handeln vergönnest, verleihmir deine nothwendige Gnade, damitdiese meine Betrachtung sammt allenKräften meiner Seele, zu deiner Ehreund meinem geistlichen Nutzen gedeihe.Erleuchte meinen Verstand, und ent-zünde sonderbar meinen Willen, daß ichrecht erkenne, und im Werke erfülle,was du von mir begehrest. Rede, oHErr'. zu meinem Herzen , und behü-te mein Gemüth von allen auöschwerfi-C 7 gen