So streng verfuhr GOTT vormals Fmit einer ganzen Welt der Leute, weil ne tsie unkeusch waren; obschon diese die- ^ses Verboth des göttlichen Willens zu ^erkennen annoch kein anders Mittel,als nur allein das natürliche Licht der >,.j^Vernunft, folglich annoch kein Gesetz ^des Moysts , kein Evangelium, undschier kein Beyspiel anderer frommen ZMenschen hatten, welches sie vom Bö- Msen abhalten, und zum Guten hätte ^aufmuntern können. Dennoch so streng,und eben so gerecht hat GOtt mit ihr ^ ^neu verfahren.
Wer steht nicht hieraus, daß das La- Er-ster der Unzucht vor GOtt ganz was ^anders und etwas weit größeres seyn 'müsse, als wir es vieleicht bisher geach- »
tet haben ? — Wer sieht aber nicht Q.auch, daß die Unkeuschheit, als eine ^pestilenzische Seuche so einen Fluch von ^GOtt herabziehe, der sich auch über Msere Glücksgüterdergestalten verbreitet,daß wir, besonders durch diese Sünde,auch jenes verlieren» was wir für un-fern zeitlichen Wohlstand Gutes jemals ___haben hoffen können? —
Wenn s.