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r>e. Die wahre Ehre, ob sie schon ei-ne von der Religion ganz unterschiede-ne Quelle ist, so hat sie dennoch mit derReligion ganz gleiche Wirkungen ; unddie Grundsätze von der wahren Ehrewerden den Grundsätzen von der Reli-gion niemals nacktheilig seyn, so langjene nicht falsch sind.
Seneca sagte, daß, wenn auchkein GOTT und kein Bestrafer desBösen wäre, er dennoch nichts Bösesthun möchte; weil das Böse seinereignen Natur nach schändlich, und derwahren Ehre allezeit höchst nachtei-lig ist.
Als sich Ludwig der xn. Kö-nig in Frankreich gegen den römischenKönig über Ferdinanden beschwerte,sagte er: „ Wenn ihre Verwandten„ untreu an mir geworden, so mag ichn ihnen darinn nicht gleichen: ich willn lieber ein Königreich verloren haben,u daß ich auch wohl wieder erobernu will» als die Ehre, die man nie wie-u der bekömmt."
B S § xxn.