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Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
Entstehung
Seite
30
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Zo Die Lästerliche Distiplin,

nicht gcschichk/ so kommen auß dem Her-tzen Ehebruch und Unzucht. DiseBewahrrruß deß Hertzens aber kanman ohne Hand und Mund nicht ha-ben/das ist/nicht ohne grosse Arbeit/und vilem Stillschweigen. Der weiseMann erkläret M,es : ( L ) Verzaune dei-ne Ohren mit Dornen/ und höre nichtwas ein böse Zung redt; mache Thü-ren und Schlösser an deinen Mund/und Rigelschloß für deine Ohren.

Die Schlösser haben dise Tigenschafft an ih-nen/ daß sie können eröffnet werden/ wann es dieNothwendigkeit erforderet ; auch zugeschlossen/da eine Gefahr warnet. Die Schlüssel zu discnSchlössern solt du anvenrawen dcr Schamhaft«rizkeit/ und der Mäßigkeit / dise sind die Magd»md Anffwarterin dcr Keuschheit. Die Scham,hafftigkci« ist eine Anzeigung der Vnschuld.Der Heilige /^mkrolw« ist diserMeynung:

Die gute Schamhafftigkeit ist eineGefährtin der Keüschheit/welche nichtzulasset/ daß die Äeüschheit mißhand-let werde/so bald sie eine Gefahr ver-mercket. kcroläuL () nennet die Mas-sigkeit das fasten / rauche Kleyder tra-gen/ hartes Geliger haben / wachen/