Die Lästerliche Disciplin. 59
ftn / allenthalben ist Gefayr. Ein Kloster ist einGestad der Rübe / und ein sichere Besitzung deßGemüths. Gar schön schreibt 8ensca:
Damit du dein Hertz könnest etnsambeinhalten/ so hindere erstach die Auß-schweiffung deß Leibs/hernach werdendie fortgebrauchte Mittel / die Ruheund Etnsambkeit deß Gemüths zu er--halten/dir wohl zuschlagen. Die Ruhe
soll man nicht unterbrechen/und an das vorigeLeben nicht mehr aedcncken. Laste gcschehcn/daßdie Augen das Gewohnte vergessen. Lasse ge-schehen/daß die Ohren sich gewöhnen gesundenRäthen zu folgen. Wohin du auch gehest/ sowirst du im Vorübergehen das jenige antreffen/was deine Begierden crneüwcren. Vnd der,Apostel mahnet :Brüder wir bitten euch/daß ihr euch befleißen / daß ihr ruhigsetzen. Die Stille deß Leibs / ist die Ruhe deßGemüths. Wer dem Leib nach hin und wiederanssschweiffek/folget nothwendig/daß er auß sichselbsten gehe. Die Natur hak diß Gesatz gema,chet/qebohrcn zu werden / daß die edlere und groß.sere Thier in Mutterleib langer verborgen ligensollen. Der Ordcnstand ist eine Mutter der Re-ligiösen / und solle sie dieselbe nnzeitig an Taggeben? was geschwind wird/ das vergehet baldwieder.
Damit