Die (^lästerliche Disciplin. 6z
so sind sie auch änderst : Dann wann das Ge-müth deß Vndergebnen von dem Obern abge-wende lst/ist besser solcher sey auch leiblicher Weißnicht gegenwärtig.
Visen ist eine gar;u harte Straff/ wann sieäussere dem Lloster wohnen / und seyn muffen.Es stehet zwar den Obern zu/daß sie Gcsay geben/den Vndergebnrn gebühret / daß sie solche halten.Allein die rechte Verwaltung eines AbbtS gebie-ttt/daß nichts auß bösem Eyffer/sonder alles außMitleyden geschehe. Die Strenge der Zuchtbringt Trawrigkeit / und vilmahl einen Haß.Der Mangel der Liebe ist ein Vndergang derLästerlichen Zucht.
Der Vbergang in «inen strengern Orden istalsdann billich/wann er auß wahrem Eyffer 'derFrombkeit/odcr wegen begangnen schwären Sün-den geschieht: Aber zuverhütcn ist / daß solchennicht die Leichtsinnigkeit einschrväye/oder die aigneVngedult anbringe / oder die Klcinmüthigkeiebetrüge. 2. Dicwcilen der allzeit gegenwärtigeAnfänger der begangnen Lastern die gegebne Aer«gemäß immerdar erneürverek/sein Nahmen mitFüssen trittck/und die Andacht zerstreüwet: Daäwie wilst du dieselbe erhalten / deine die Schanddeß Gebrechens / und dessen Vorruckung immer-hin das Gemüth verwundet ? Wenig haben dirTugend / daß sie die Mackel deß Fehlers auß«
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