128 Die klösterliche Disciplin.
rigkeit deß Klosters fleißig brauchenlassen/was ihnen anbefohlen wird/be-sonders sollen sie den krancken Bru-dern mit Liebe dienen.
Und dieweilen sie zu GeistlichenDingen weniger tauglich sind/ als sol-len sie desto hurtiger seyn / die Merckder Gutwilligkeit zuverrichten. Mitden Ungeschicktem muß man mit grös-serer Kunst umbgehn. Da ist dasAug deß Hbern vonnöthen / daß derMüßiggang als eine Seelen-Mörde-rin sie nicht entkraffte/dann der Müs-siggang ein Feind der Seelen/und einUndergang der Tugend ist. Unddarumb sollen die Bruder zu gewissenZeiten mit der Hand-Arbeit bemühetseyn/ (l) inmassen die Arbeit / welchebey den Verworffenen ein Anfang derPeyn / und eine Vorverkostung derkünfftigen Wehtagen ist/vertrittet beyden Außerwahlten die Stell einesweich-machenden Pflasters / Hehls/und Bands/und was jene nach ihremVerdienen zu grösserem UndergangZiehet / empfinden dise vermittlest der
Gnad