Buch 
Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
Entstehung
Seite
161
JPEG-Download
 

Die Clösterliche Disciplin. i6r

dann sci'N? «in Speiß dcr Würmm. ZN

deme wir dann uns erkennen / spricht6r--§ormr, (e) sollen wir vernehmen/wiewett wir von der Hoheit deß Erschafi-fers entfernet seyen/und sollen also inBetrachtung dessen unendlichen Ma-jestät uns von gantzen Hertzen demü-thigen. Vornemblich diewcilen der Lehr,Mei-ste selbst gesagt : (/) Lehrnet von mir/dann ich bin sanfftmüthig / und vonHertzen demüthig.

So ist dann das Hertz der wahreSitz der Demuth: Dann/ wieo-egoim«bezeuget : Es ist derjenige / welcher

ohne Hochschatzung groß ist/ biß inTodt klein worden/ damit er die einigeDemuth uns lehren thue. -Vortrefflichist darüber die Außkglmg kernarffi: (^) Da.Christus durch die Natur der Gott-heit nicht hatte / daß er wachsen oderhöher werden könte/ (dan über Gott istnichts) hat er durch die Demuth erfun-den/daß er grösser werde/ ist also kom-men Fleisch zu werden / zu leyden / znsterben/damit wir nicht ewiglich stür-ben/deßwegen hat ihn Gott erhöchet.

L Äsn