I/O Die Llösterliche Disciplin.
Erstling/ ein Lob der Natur/ ein Klei-not aller Chrbarkeit/und eine Schwe-ster der Keuschheit. Welche das Zei-chen derSchamhafftigkeit nicht an ih-nen haben/ die sind eintweders unver-schambt/ und unbändig / oder werdensolche werden» Disis sind dir äusserlich«
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(^) Inwendig ist die Wacht/welchedie Glieder äusserlich in gutem Standerhaltet. Wer dann den guten Standdeß Gemüths verlohren hat/ der wirdunbeständig/und zeiget durch die äus-serliche Leichtfertigkeit an / daß er in-wendig keine gute Wurtzel habe. DieSchamhafftigkeit abscheüchet die La-ster/ die Sittsambkeit führet ein dieTugenden. O wir machet die Zucht denganzen Stand deß Leibs / und deß Gemüths sowohl angeschickt ! (^ l Dann dife setzet indie Drdnung das Gemüth und denLeib/richtet zurecht die Schultern/ver-ursachet ein demüthiges Aufsehen/haltet im Zaum die Augen / hinderetdas laute Lachen / regiert die Zung/zäumet den Fraß / stillet den Zorn/ ge-staltet den Gang. Dlß