Die klösterliche Disciplin.
deß Gottlosen. b^u§o Larclinali,
verstehet under dem Nahmen keß Sünders denTeüffel/fiteweilen von disem die Sund ihren An-fang genommen; Ankere aber verstehen darunderdenMcnschen. Beyderseits ist recht: Dann «inSünder der sich nicht verbessern will / ist gleichdem Trüffel / oder noch boßhaffter; dann es isteins wie das andere/ ein unbieglicher/und unver-besserlicher Will/und die Fußtritt eines Sünders/von welchen der Fuchs Ll'opi gcschicklich sagt:
Die Fußtritt schröcken mich darvonab.
Sitzest du deinen Bruder sündigen/straffe ihn zwischen dir und ihm allein.
Wann er dich anhöret/ so hastdu deinen Bruder gewonnen; Wanner dich nicht anhöret/ und dessentwe-gen ein grosses Übel entstehen soltezumNachtheil der Klösterlichen Zucht/zeige es an mit Liebe und Sittsam-keit/ sonst wird deine Anklag dich sech-sten anklagen / und sträflich machen.lUZ Keiner schmeichle den Lastern sei-nes Bruders; Keiner verhak dessenSünd ; Niemand saae: Bin dannich der Hüter meines Bruders ? Nie-mand lasse ihme gleich seyn/ wann er
- sihet/