Die klösterliche Disciplin. 199
lasset / der thut dieselbe'todten/ ja sogar auff eine zwofachte Wekß/nemlichhie zeitlich in diser Welt / und dortewiglich in der zukünftigen. Der wirdtheilhafftig der Sund/welcher verhin-laßiget das zuverbessern/ was er ver-besseren kan. (/) Man muß aber dieUbertrettung der Brudern / wannetwan in einem solche erfunden wur-de / mit der Liebe abstraften. Dmb wie
vil sanfflmüchizer dir Weiß der Abstrafflmq qe«schicht/ «mb so vil nützlicher ist sie. DieBoßheit muß man durch die Kunstüberwinden. Es stehet einem Klugennicht zu/daß er die Irrende hasse/sonstmäste er auch sich selbsten mit Haßverfolgen. Es ist der Natur vil an-nemblicher - daß man gegen den jeni-gen/die sündigen/ein sansstes und ru-higes Gemüth erzeige/und selbige nichtverfolge/sonder sie nur vom Bösen ab-halte. Man muß die Fahlende eint-weders mit Anmahnung/oder Gewaltsanfftiglich oder hart abstraften / undrhne selbst und andere verbessern/nichtHhne Züchtigung / aber ohne Zorn.
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