Die klösterliche Disciplin. 2Ol
gen / welche durch die Büß zu Jhmewieder kommen/ die BarmhertzrgkerLniemahlen versagt / solle dann dessennachgesetzter Dlener die Sanfftmuthhrndan legen/ und seine anvertrauteHeerd mit Strenge undertrucken/zer-streüwen/und zerfleischen?
Es soll nicht seyn/daß die Seelen-Hirten / und Könige der Völcker/undweltliche Fürsten auf gleiche Weiß re-gieren. Den weltlichen Fürsten wirdverstattet/daß sie ihre Unterthanen inder Forcht regieren/die Geistliche Prä-laten aber in der Liebe und Sanfft-muth. Jenen stehet es zu als Her-ren / Visen aber als Vattern. Jenedörffen mit Strenge straffen/ dise abermit Bescheidenheit / und mit hertzli-chem Mitleyden die Fahler verbessern/(/) und das zum meisten darumb/wei-len die Schuld der Underthanen eineSchmach der Prälaten ist/und alles/was dieGchäflein sündigen / der Hin-läßigkeit deß Hirten zugeschriben wird.Wer nicht weißt mttleydig zu seyn/derweißt auch nicht zu hsylen. Gleich
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