22L Die klösterliche Disciplin.
sacke Leben ein Lustgarten ist / allwogleichsam die Gestalten der schmecken-den zierlichen Farben / und die gelb-rothe Blumen deß Gewürtzes den gu-ten Geruch der Tugenden von sichgeben. Sitemahlen dorten die Rosender Liebe feüerroth aufflammen / dieLilien der Keüschheit Schneeweißprangen/mit welchen dasViolein derDemuth / da es mit seinem niderenStand zufrieden ist/durch keine Wind-stöß beunruhiget wird. Dort schös-set hervor die Myrrhen der vollkom-menen Abtödtung / nicht allein deßFleisches/sonder auch / das herrlicherist/deß eignen Willens: Es entsprin-get dort auch der Weyhrauch deß sta-ken Gebetts/ welches mit dem Feuerder Göttlichen Liebe süßiglich brennet.Und warumb solle ich eines jeden be-sonders gedencken/ angesehen dortenalle Zweig der mannigfaltigen Tugen-den mit underschiedlichen Farben schönschimmeren/und mit immerwährenderlebhaffter Grüne unvergleichlich blü-hen.
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