Die klösterliche Disciplin. 2LZ
Erwarte bcrohalben in deiner Ccll mit Still«schweigen das Hcyl Gottes / damit sie ins künsf«tig dir seye eine Schuht der Himmlischen Lehr/und eine Wijsenschafft der Göttlichen dunsten;Wo Gott ganiz das jenige ist/ was erlehrneewird/welcher der Weeg ist / durch welchen mangehet/und der ganiz das jcnige ist / durch welchesman zu der Erkaudmuß der höchsten Wahrheitgelanget.
Damit aber der Sicherheit der Ru-he/und Einsambkeit desto besser gcholstfen/und das LeneöiüimscheStillschwestgen umb so vilmehr hetliglicher gehal-ten werde/als ist der Eingang in einesandern Kell allezeit für eine grosseSund gehalten / und sehr hart abge-straft worden. Die Kell ist ein Grabder indischen Wollüsten / in welchemein Religioß der Welt abgestorben/gantz glückseelig ruhet. Wer auch dieKell liebet / der ist ein guter Religioß;wer sie hasset/ der ist auch dtsesNah-mens nicht werth. Datumb spricht 1H-rkemius: (^) Ein Mönch in der Kellist eintweders ein Engel / oder einLeüffel. Den Underscheid macheteintweders die Embrunst / oder dieLauwigkeit. Die