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Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
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230
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rzs Die klösterliche Distiplitt.

werde. Allda der Kriegs - Mann er-»langet/daß er noch starckmüthiger wer-de ; Allda der Fürst die Unterweisungnimbt / wie er das Volck mit Gleich-mäßigkeit weißlich regiere. Es kanauch in der Welt nicht ein Glück seyn/welches die herrliche Erkandtnuß derSchrtfft nicht vermehre. Und es istkeine Sach so Lustbringend/ die durchihre langwahrende Beharrung nichteinen Eckel verursache. Das Gemüthallein wird mit der Wissenschajst undLugend niemahlen vergnügt / sonderwie eine Flamme durch Zulegung deßHoltzes täglich mehr und mehr ent-zünde (s) Derohalben obwohlen alleund jede Zeit deß Lebens kurtz ist/ sosolte sie jedoch/wann sie auch die aller-längste wäre/ in der Wissenschasst derHeil. Schafften zugebracht werden/(? ) zum meisten deßwegen weilen dieGelehrigkeit eine Pfrund deß Altersist. Es ist nichts schöners/als wannein weises und ehrliches Hertz das Le-ben beschliesset. Die Gelehrigkeit isteinem schwachen Leib der Lastträger.

Das