Buch 
Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
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231
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Die Lästerliche Distiplin. 2Zi

Das Ende zu lehrnen kombt erst her-bey mit dem Ende zu leben.

(§) Aber es ist nichts nutz / wannman lehrnet was zuthun ist/und aberdasselbe nicht haltet. Es ist besseretwas nicht wissen / als mit Gefahrlehrnen. 0) Die Gelehrigkeit istemeMagd der Tugend / welche sie auff-butzet/ und ziehret. Also und so vilvermag allezeit die Underscheiduug /daß ohne dise aller Fleiß häßlich / undalle Arbeit unnütz ist.

Was ist eine Bücher - Kammer än-derst / als ein überahl annemblicherLust-Garten/in welchem man so wohlfröhlich/als ersprießlich sich ersprachenkan? Was solle einem Gelehrten an-nemblicher und erfreülicher seyn/dannunderschiedlichen Authoren Natur/Spitzfündigkeit/ Meynung / die Lehr-weise zureden/ und zuschreiben/ dieAnnemblichkeit/oderSchreibensM'thund Nutzen zuerkundigen? und dieallerlieblichste Blumen zu einer Zugabzuversamlen? Die Geflissenheit zulehrnen / ist deß Gemüths die aller-P 4 lustigste/