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Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
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242
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L42 Die «^lästerliche Distiplin^

wohin wir gehen. Der Wein/ und die Jugendist ein doppleccs Feuer deß Wollusts. WaruniSgiessen wir Ocl rn die Flamme? Warumb legenwir Fcüerhaffte Materi zu dekn brenncndeir Leib?

(-«-«) Der Heilige Grosser gehet etwas mit«ters/sprechend: Der Heilige Apostel hateine gewisse Regul gemachet / da ersagt: Sauffet euch nicht voll vornWein / dämm ein unzüchtig Wesenist. Als woltt er sagen : Das ZUVÜ Weilttrincken machet und ernähret ein un-züchtig Wesen/mcht die Natur/ unddeßwegen verbiete ich nicht / daß wirnrcht sollen Wein trincken/sonder daßwir uns mit Wein nicht anfüllen. !

Es ist so wohl in der Spaß / als im Tranck eineGefahr. Don den Lecker»Bißitnen entstehet böseBegierlichkeit / und von dem Wein entspringenFleischliche Gelüst. (^) Dnd darumb wrrd vomHeil. Leuecliäo die Maß der Speist / und deß iTrancks für andere mit etwas Sorgfalt vorge-schnben/ der auch diß hinzu seyet: Wein tritt- !cken verwilligen wir / doch also / daßwir den Wem nicht zum Überfluß/sonder mäßiglich trincken.

Mtt was Gleichheit und Nüchterkeik die Be,dienunz deß Tisch geschehen solle / das stehet dem

Abbttli !