Die (klösterliche Disciplin. 257
gleiche Weiß meyden. Ein Kleyr» solleseyn ohne Verflach / und ohne Hoffart sauber.Die Armuth spricht Lemsröus, habe ichallezeit geliebet/ die Unsauberkeit nie-
MahlM. Auch Seneca erinneret: (^)Der
lange Rock solle zwar nicht schembar-lich glantzen/ aber auch nicht unflätigaußsehen. Daurmb auch ^uZuiiinus sirgt:(7 ) Ein von aller Unsauberkeit reinesKieyd solle dich umbgeben. Die Be-deckung deß Leibs seye nicht auff dieZierlichkeit/ sonder auff die Nothwen-digkeit gerichtet/auff daß du von denaußgesuchten Kleydern nicht ein an-dere Schändlichkeit an dich nehmest,(r) Und dieweilen der Habit/und dasBescheren keinen Geistlich machet / sosolle man einen solchen Habit tragen/wie der Heilige Leneäiüus gesucht hat/nemlich den (^) Habit deß HeiligenWandels / daß er auß seiner: gutemThun und Lassen seine gute Merck
zeige. Das Kleyd ist nur eine Bedeckung deßLeibs / nicht eine Zicrach desselben. (^) Die
jenige Hoffart ist vil schändlicher / dieunder dem Habit der Demuth ver-
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