282 Die klösterliche Disciplin.
daß er in der Liebe deß Nächstens irrgehe; Dann wann jemand sagt/daßer Gott liebe/ und aber seinen Bruderhasset/der ist ein Lugner/und die War-herr ist nicht in ihme. Die Zucht kanohne Liebe nicht bestehen. Es ist eineschwäre Sund / wann jemand durchden Neyd und Zanck die Liebe einerGemeint) verletzet. Die allerfchwa-riste ist die/ wann der Obere selbstZweytracht. außsäet/und underhaltet/auff daß er sein Gewalt desto freyer/und sicherer brauchen könne.
Damit die Brüderliche Lieb erhal-ten werde / erforderet die Vernunfft/daß nichts auff eine neydische/ nichtsauff eine verstellte/O») oder falscheWeiß geschehe; inmassen ein jederSpöttler bey den Menschen verhäß-lich/ und vor Gott selbsten ein Greuelist. Mit den Einfältigen hat er seinGespräch ; Dann die Anstrich--tigkeit deß Gemüths/ (?/>) und dieEinfalt ist die Grundveste aller Tu-genden. N)as ist über die Einßrltigkeit?
Die Emfaltigkeit ist eine Beschaffen-