Die klösterliche Distiplm. 28z
heit deß Gemüths / welche den man-cyeriey Veranderungen/und aller ver-kehrter Meynung abgestorben ist/undvon kernen bösen Gedancken bewögtwird. Die Gleißnerey aber ein Standdeß Lerbs und deß Gemüths widerRechr/der mit aller eytelen Ersinnun-gen angefüllet rst. (^) Wir müssenaber der Emfaltrgkeit die Klugheit zu-geben / anst daß wir die Sicherheit inder Emfaltigkett besitzen/und die Vor-slchtigkerr rn der Klugheit zu brauchennicht unterlassen. Ich erkläre es nochbesser :Dre Crnfaltigkeit ist zweyfacht/die einte ist der Thorheit verwandt/die andere/die im Evangelio gerühmtwird / arthet nach der Klugheit derSchlangen. Darumb wird Job nichtnur allein wegen der Einfalt gelobt/sonder es wird noch darüber beyge-fügt / daß er auffrichtig und Gotts-förchtig gewesen seye. Gegen sichselbsten wäre er einfältig / gegen demNächsten auffrichtig/und Gottsförch-tig gegen Gott. Einfältig durch dieUnschuld / auffrichtig zu der Gerech-