143 Schöne vnd nü tz liche
ten nicht Ruhmsichtig/ noch in Kleyderen/Sitten ik. hoffärtig sepe / daß er sein jeigen Elend / grosse Sünden/ Gebrech- ^liqkeit/ vnd gefährliches Wesen/ gegender Ewigkeit / wahrhassrig erkenne. Daß ;er sich gern weifen vnd lehren lasse / sonstmöchte er betrogen werden ; dann es istein Weeg/ welcher den Menschen rechtgedunckt i aber sein Ausgang führt zumTodt ( sagt der Heilige Geist kroverb.i6.) Wetters lehrt die wahre Demuth/daß der Mensch alles Übel / welches eran ihm hat/ ihme selbst /das Guet aberGOtk allein zuschreibe / daß er den ge-ringsten Menschen nicht verachte / odermit Hertzen oder Worten urtheile; danner soll gedencken / wann ein anderer soviel Gnaden von GOtt empfangen hät-te wie er / so wurde derftlbe viel frömmerleben als er thuet. Viel anders mehr *wird ihn die wahre Demuth lehren. Zum 'fünssren/soll er manchesmahl an fern let«stes End gedencken / vnd dasselb ihme -ernstlich angelegen seyn lassen. Darniter aber ein seeliges End haben möge/wird
erfor.